Jura, je t`aime!
Erster Tag: Dinosaurier auf den Spuren von Dinosauriern
Früh aufstehen war am Samstag ein Muss, spätestens um 6.10 Uhr am Bahnhof. Unser erstes Ziel war Delémont, die Hauptstadt des Kanton Jura. Symbolträchtig nahmen wir nach der Ankunft unser kleines Frühstück auf dem Place Roland Béguelin ein. Auch die erste sprachliche Annäherung an den Jura war mit „Un café et un croissant s´il vous plait“ den meisten geglückt. Die interessante Stadtführung durch Delémont gab uns Einblicke in die Geschichte und Begebenheiten des Hauptortes und viele waren vom Reiz der Altstadt überrascht.
Fürs Mittagessen gings mit Zug und Bus nach Réclère ins Restaurant Les Grottes, wo wir heisshungrig mit dem Mittagessen einen kurzen Prozess machten. Kleine Anmerkung: Vacherin zum Dessert ist kein Käse, sondern eine Glace Torte, in unserem Fall: hausgemacht.
Den Verdauungsspaziergang machten wir im Prehisto Park. Es war eine faszinierende Zeitreise mit den wichtigsten Etappen der Tierentwicklung, von den ersten Fischen bis zu den Dinosauriern. Einige Grossväter haben diesen Park als Geheimtyp für einen tollen Ausflug mit den Enkelkindern vorgemerkt.
Dann ging es in den Untergrund. Die Höhen von Réclère wurden 1886 entdeckt und heute kann man sie auf einem Steg mit 550 Stufen besichtigen. Eindrücklich sind die Stalagmiten und Stalaktiten, die von seltener Schönheit und großer Vielfalt sind. Kleine Anmerkung: eine genaue Unterscheidung zwischen Höhle und Grotte gibt es wissenschaftlich nicht. Kleinere Höhlen, sowie solche, die vom Menschen gebaut wurden, bezeichnet man vielfach als Grotte. Damit sollte dieses Diskussionsthema erledigt sein.
Noch war unsere Zeitreise nicht beendet. Weiter gings mit dem Bus zu den Spuren der Giganten. Nicht der vielzitierte ökologische Fussabdruck interessierte uns, sondern die versteinerten von den Dinosauriern. Im Wald von Courtedoux befindet sich ein Lehrpfad mit anschaulichen Informationstafeln der zu den eindrücklichen Fussspuren von Sauropoden führt. Diese Vierbeiner dürften so um die 30 Meter lang gewesen sein.
Mit zwei kleinen Bussen erreichten wir gegen 19:00 Uhr unsere Unterkunft «La Bergerie» in Courchavon-Mormont. Unsere Abendaktivitäten waren: Apero, Salat, Hauptgang, Dessert, zusammensitzen, jassen, diskutieren, erzählen, Witzereissen, mitteilen, berichten, zuhören, Zähneputzen, schlafen.
Schau dir das Video vom ersten Tag an: https://www.relive.cc/view/vJOK24Z8Nwv
Zweiter Tag: Umsteigen (von einem Fahrzeug in ein anders wechseln) üben
Morgenstund hat Gold im Mund ist Fake news. Wie auch immer. Um 7:00 Uhr «petit-déjeuner» und um 8:00 Uhr ein 30-minütiger Morgenmarsch zur Bushaltestelle, von wo uns der Bus nach Porrentruy bringt.
Wir beginnen die Stadtführung auf der imposanten Burg. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde mehrfacht auf- und ausgebaut und diente vom 16. bis 18. Jahrhundert als Residenz der Fürstbischöfe von Basel. Noch heute ist sie als Justizsitz des Kanton Jura ein Machtsymbol. Spontan sang Gabriel beim Besichtigen der alten Gefängnismauern das revolutionäre Lied zur Ehre von Pierre Péquignat, Anführer der Bauern gegen den Fürstbischhof und heute noch populäres jurassisches Liedergut. Der anschliessende geführte Rundgang durch Städtchen brachte viel Geschichtliches und Wissenswertes zutage.
Weiter mit dem Zug zum historischen Städtchen Saint Ursanne am Doubs. Einige erkunden den hübschen Flecken intensiver andere aperoaktiver. Mittagessen im Restaurant «La Couronne» mit Forellen aus eigener Zucht. Eine kleine Anmerkung zu unserer Gruppendiskussion der Fischzubereitung: Die wichtigsten Zubereitungsarten sind braten, garen, dünsten, backen, frittieren, grillieren und auf welche Art auch immer, man sollte es nicht kopflos angehen.
Die Busfahrt nach Saignelégier war eine gute Gelegenheit für eine wohlverdiente Siesta. Dort angekommen steigen wir auf zwei kleine Busse um die uns zum Moorsee Étang de la Gruère brachten. Wir spazierten auf dem Rundweg um den See. Die geschützte Moorlandschaft beherbergt viele Vogel- und Schmetterlingsarten. Leider war das Wetter eher regnerisch und kalt.
Rückfahrt nach Saignelégier, umsteigen, weiter nach Tramelan, umsteigen nach Tavannes, irgendwo nochmals umsteigen, weiter nach Biel, umsteigen nach Aarau, umsteigen in Lenzburg, Ankunft in Rotkreuz 20.36 mit neuem Vereinsrekord: 12-mal umsteigen in 12 Stunden.
Schau dir das Video vom zweiten Tag an: https://www.relive.cc/view/vE6JpY4wKgv
Schau dir alle Fotos der Reise an: https://www.flickr.com/photos/tsv2001rotkreuz/albums/72157719750103516
Möchtest du mit Gabriel das revolutionäre Lied singen? Hier ist der Text: https://www.diju.ch/f/notices/detail/3787/p2
Möchtest du mehr über den Jura wissen?
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Dictionnaire du Jura: https://www.diju.ch/f/a_propos
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Jura Toursimus: https://www.j3l.ch/de/Z10489/jura-tourismus