Vogelkunde im Pulverturm
Das es Zugvögel nicht nur in Zug gibt, war allen klar. Aber das sich der Mauersegler im Pulverturm richtig heimisch fühlt, haben wir erst bei diesem Ausflug erfahren.
Toni Dubacher, der Spyrenvater vom Ornithologischen Verein der Stadt Zug, hat uns diesen faszinierden Vogel etwas nähergebracht.
Mauersegler können bis zu zehn Monate ununterbrochen in der Luft bleiben. Zum Schlafen steigen sie in höhere Luftschichten und eine Hirnhälfte schläft, während die andere den Gleitflug kontrolliert. Die Mauersegler bleiben normalerweise drei Monate in der Schweiz, von Juni bis August, dann fliegen sie wieder südwärts. Teilweise überfliegen sie sogar die Sahara und segeln bis nach Mali.
1993 wurden die ersten Nistkästen im Pulverturm eingerichtet. Mittlerweile hat die Mauersegler-Kolonie mit ihren 34 Nistkästen nationale Bedeutung erlangt. Dieses Jahr hat es über 60 Jungvögel, ein Rekord.
Beim anschliessenden Umtrunk am Landgemeindeplatz konnten wir die zahlreichen Mauersegler am Abendhimmel bewundern.
Und eine Sache haben wir uns auch gemerkt: zum Fliegen braucht es mindestens eine Gehirnhälfte, das gilt auch für Bundesräte.
Hier gibts die Fotos vom Anlass