TSV 2001 Rotkreuz Laufgruppe an der Schweizer Spitze
Am Wochenende vom 4. und 5. September 2021 fanden in und Winterthur die U20/23 respektive U18 Schweizer Meisterschaften statt. Es sollte ein wahres Feuerwerk der TSV 2001 Rotkreuz Athleten der Mittel-/ Langstreckengruppe werden. Doch der Reihe nach:
Roman Renner startete bei der U23 in Nottwil über die 5000 m. Die Vorbereitungen auf die SM liefen aus läuferischer Sicht nicht ganz ideal. Der 22-Jährige hatte für die ETH anspruchsvolle Zwischenprüfungen abzulegen. Zudem plagte ihn im Vorfeld eine Magen-/ Darminfektion. Im Rennen selbst merkte man Roman nichts an. Er lief jederzeit voll konzentriert in der Spitzengruppe. Er strahlte während dem ganzen Lauf eine unverkennbare Zuversicht aus. Auf den letzten 200 m entledigte er sich vermeintlich leichtfüssig von seinen zwei letzten Begleitern. In 14’50’’ wurde er erneut Schweizer Meister.
Katherina Hirt startete ebenfalls bei den U20 Athletinnen in Nottwil. Sie hat in dieser Saison von den 400 m auf die 800 m gewechselt. Im Vorfeld war sie bereits mit sensationellen 2’12’’ einen neuen Vereinsrekord gelaufen. Wir konnten gespannt sein wie sie die Doppelbelastung Matura und SM verkraften würde. Im taktisch gelaufenen Vorlauf qualifizierte sich die 800 m Läuferin überraschenderweise für den Final. Unter den besten acht Läuferinnen im Final wurde Katherina sensationelle Fünfte. Wenn wir bedenken, dass sie in diesem Jahr mit den 800 m begonnen, dürfen wir gespannt in die Zukunft blicken.
Noah Hurschler startete bei den U18 Athleten in Winterthur über die 3000 m und 1500 m. Das «Küken» im Lauf-Team hatte keine optimale Vorberatung. Nachdem er im Frühjahr in Cham die 1000 m in 2’39’’ gelaufen war (Zeitbeste Zeit in der CH), musste er sich einer Blinddarmoperation unterziehen. Wir waren alle gespannt wie Noah zurück kommt. Und wie er zurückkam: Im Vorfeld ist er an einem Meeting die 3000 m in 9’00’’ gelaufen (Viertbeste Zeit in der CH). An der SM lief Noah am Samstag über die 3000 m auf den hervorragenden 5. Rang. Der ehrgeizige Noah war mit diesem Resultat nicht ganz zufrieden. Nach Absprache mit seinem Coach wollte er am Sonntag noch über die 1500 m starten. Wer dachte er wollte bloss ein Rennen laufen sah sich getäuscht. Der 17-järige explodierte regelrecht. Er pulverisierte seine Bestleitung um Welten und lief in 4’07’’ auf den vierten Schlussrang. Einfach nur super Noah.